Ach Gott, vom Himmel sieh darein, BWV 2 (Johann Sebastian Bach)

From ChoralWiki
Jump to: navigation, search

Music files

L E G E N D Disclaimer How to download
ICON SOURCE
Network.png Web Page
File details.gif File details
Question.gif Help

Complete work

  • (Posted 2016-10-14)   CPDL #41428:  Network.png
Contributor: Paolo Pandolfo (submitted 2016-10-14).  Score information: A4, 24 pages, 1.86 MB   Copyright: PD
Edition notes: A scan of the piano-vocal score by Berhard Todt.

Chorale (Meter: 87. 87. 887) only

  • CPDL #08748:  Network.png
Editor: Marco Gallo (submitted 2004-12-31).   Score information: A4, 1 page, 24 kB   Copyright: Free Art License
Edition notes: listed alphabetically by composer.

General Information

Title: Ach Gott, vom Himmel sieh darein, BWV 2
Composer: Johann Sebastian Bach

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredCantata for Trinity 2

Language: German
Instruments: Orchestra: 2 oboes, str, trombones colla parte, bc

First published: BGA 1 1851

Description: First performed 18 June 1724, the 2nd Sunday after Trinity

External websites:

Original text and translations

German.png German text

1.
Ach Gott, vom Himmel sieh darein
Und lass dich's doch erbarmen!
Wie wenig sind der Heilgen dein,
Verlassen sind wir Armen;
Dein Wort man nicht lässt haben wahr,
Der Glaub ist auch verloschen gar
Bei allen Menschenkindern.

2.
Sie lehren eitel falsche List,
Was wider Gott und seine Wahrheit ist;
Und was der eigen Witz erdenket,
- O Jammer! der die Kirche schmerzlich kränket -
Das muss anstatt der Bibel stehn.
Der eine wählet dies, der andre das,
Die törichte Vernunft ist ihr Kompass;
Sie gleichen denen Totengräbern
Die, ob sie zwar von außen schön,
Nur Stank und Moder in sich fassen
Und lauter Unflat sehen lassen.

3.
Tilg, o Gott, die Lehren,
So dein Wort verkehren!
Wehre doch der Ketzerei
Und allen Rottengeistern;
Denn sie sprechen ohne Scheu:
Trotz dem, der uns will meistern!

4.
Die Armen sind verstört,
Ihr seufzend Ach, ihr ängstlich Klagen
Bei soviel Kreuz und Not,
Wodurch die Feinde fromme Seelen plagen,
Dringt in das Gnadenohr des Allerhöchsten ein.
Darum spricht Gott: Ich muss ihr Helfer sein!
Ich hab ihr Flehn erhört,
Der Hilfe Morgenrot,
Der reinen Wahrheit heller Sonnenschein
Soll sie mit neuer Kraft,
Die Trost und Leben schafft,
Erquicken und erfreun.
Ich will mich ihrer Not erbarmen,
Mein heilsam Wort soll sein die Kraft der Armen.

5.
Durchs Feuer wird das Silber rein,
Durchs Kreuz das Wort bewährt erfunden.
Drum soll ein Christ zu allen Stunden
Im Kreuz und Not geduldig sein.

6.
Das wollst du, Gott, bewahren rein
Für diesem arg'n Geschlechte;
Und lass uns dir befohlen sein,
Dass sichs in uns nicht flechte.
Der gottlos Hauf sich umher findt,
Wo solche lose Leute sind
In deinem Volk erhaben.