Ach Gott, wie manches Herzeleid, BWV 3 (Johann Sebastian Bach)

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  • (Posted 2016-10-15)   CPDL #41436:  Network.png
Contributor: Paolo Pandolfo (submitted 2016-10-15).  Score information: A4, 22 pages, 1.76 MB   Copyright: CPDL
Edition notes: Scan of piano-vocal score by Bernhard Todt
  • CPDL #03392:    . Chorale Score information: A4, 13 pages, 1.34 MB   
  • CPDL #03393:    . Recitative (S,A,T,B) and chorale Score information: A4, 4 pages, 117 kB   
  • CPDL #03394:    . Aria (bass) Score information: A4, 3 pages, 158 kB   
  • CPDL #03395:    . Recitativo (tenor) Score information: A4, 1 page, 35 kB   
  • CPDL #03396:    . Duetto (soprano, alto) Score information: A4, 8 pages, 490 kB   
  • CPDL #03397:    . Chorale Score information: A4, 1 page, 31 kB   
Editor: Alan Dergal Rautenberg (submitted 2002-03-23).   Copyright: Personal

General Information

Title: Ach Gott, wie manches Herzeleid, BWV 3 (not to be confused with a different cantata of the same name, BWV 58)
Composer: Johann Sebastian Bach

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredCantata for 2nd Sunday after Epiphany

Language: German
Instruments: Orchestra: Corno, Trombone, Oboe d'amore I/II, Violino I/II, Viola, Continuo

First published: BGA 1 1851

Description: 14 January 1725

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Text and translations

German.png German text

1.
Ach Gott, wie manches Herzeleid
Begegnet mir zu dieser Zeit!
Der schmale Weg ist trübsalvoll,
Den ich zum Himmel wandern soll.

2.
Wie schwerlich lässt sich Fleisch und Blut
Tenor
So nur nach Irdischem und Eitlem trachtet
Und weder Gott noch Himmel achtet,
Zwingen zu dem ewigen Gut!
Alt
Da du, o Jesu, nun mein alles bist,
Und doch mein Fleisch so widerspenstig ist.
Wo soll ich mich denn wenden hin?
Sopran
Das Fleisch ist schwach, doch will der Geist;
So hilf du mir, der du mein Herze weißt.
Zu dir, o Jesu, steht mein Sinn.
Bass
Wer deinem Rat und deiner Hilfe traut,
Der hat wohl nie auf falschen Grund gebaut,
Da du der ganzen Welt zum Trost gekommen,
Und unser Fleisch an dich genommen,
So rettet uns dein Sterben
Vom endlichen Verderben.
Drum schmecke doch ein gläubiges Gemüte
Des Heilands Freundlichkeit und Güte.

3.
Empfind ich Höllenangst und Pein,
Doch muss beständig in dem Herzen
Ein rechter Freudenhimmel sein.
Ich darf nur Jesu Namen nennen,
Der kann auch unermessne Schmerzen
Als einen leichten Nebel trennen.

4.
Es mag mir Leib und Geist verschmachten,
Bist du, o Jesu, mein
Und ich bin dein,
Will ichs nicht achten.
Dein treuer Mund
Und dein unendlich Lieben,
Das unverändert stets geblieben,
Erhält mir noch den ersten Bund,
Der meine Brust mit Freudigkeit erfüllet
Und auch des Todes Furcht, des Grabes Schrecken stillet.
Fällt Not und Mangel gleich von allen Seiten ein,
Mein Jesus wird mein Schatz und Reichtum sein.

5.
Wenn Sorgen auf mich dringen,
Will ich in Freudigkeit
Zu meinem Jesu singen.
Mein Kreuz hilft Jesus tragen,
Drum will ich gläubig sagen:
Es dient zum besten allezeit.

6.
Erhalt mein Herz im Glauben rein,
So leb und sterb ich dir allein.
Jesu, mein Trost, hör mein Begier,
O mein Heiland, wär ich bei dir.