In dich hab ich gehoffet, Herr

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Lyricist: Adam Reusner, a metrical paraphrase of Psalm 31

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Texts and Translations

German.png German text

Modernized spelling:
1  In dich hab ich gehoffet, Herr,
hilf, daß ich nicht zu Schanden werd,
noch ewiglich zu Spotte,
das bitt ich dich,
erhalte mich
in deiner Treu, Herr Gotte.

2  Dein gnädig Ohr neig her zu mir,
erhör mein Bitt, tu dich herfür.
Eil bald mich zu erretten,
in Angst und Weh
ich lieg und steh.
Hilf mir in meinen Nöten.

3  Mein Gott und Schirmer steh mir bei.
Sei mir ein Burg, darin ich frei
und ritterlich mög streiten
wider mein Feind,
der gar viel seind
an mir auf beiden Seiten.

4  Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort,
mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort,
mein Hilf, mein Heil, mein Leben,
mein starker Gott
in aller Not.
Wer mag mir widerstreben.

5  Mir hat die Welt trüglich gericht
mit Lügen und mit falschem Gdicht
viel Netz und heimlich Stricke.
Herr nimm mein wahr
in dieser Gfahr
b'hüt mich für falschen Tücken.

6  Herr, meinen Geist befehl ich dir,
mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir,
nimm mich in deine Hände.
O treuer Gott
aus aller Not
hilf mir am letzten Ende.

7  Ich hass von Grund meins Herzens sehr
all die halten auf falsche Lehr.
Auf Gott steht mein Vertrauen.
Das ist mein Freud
zu aller Zeit,
dass ich sein Güt mög schauen.

8  Du siehst mein Elend an in Gnad,
zu dir mein Seel ihr Zuflucht hat.
Du hast in höchsten Nöten
ins freie Feld
mein Fuß gestellt,
dass mich der Feind nicht töte.

9  Sei mir gnädig, o Herre Gott,
ich bin großer Angst und Not,
ganz ungestalt für Trauren.
Mein Leib verfällt,
mein Seel sich quält,
ich kann die Läng nich tauren.

10  Mein schwere Sünd und Missetat
hat mich so gar sehr abgematt,
daß mir die Kräft entgangen,
all mein Gebein
verschmachtet sein,
Trübnis hat mich umfangen.

11  Mein Leiden wird mir schwer und groß,
wenn ich ohn Trost und Hilf steh blos
und bin ein Schmach mein'n Freunden.
Ich darf schier nicht
gehn an das Licht,
mein Nachbarn mich anfeinden.

12  Mein ist vergessn ihrem Sinn,
als wenn ich schon wär längst dahin,
vor viel Jahren gestorben.
Von mir man spricht:
Wann's G'fäß zerbricht
sind die Scherben verdorben.




13  Ihr viel an Ehren schelten mich,
für mich sich scheuet männiglich.
Dennoch sie sich nicht schämen.
Sie schließen frech
wid'r Gott und Recht,
zu nehmen mir das Leben.

14  Wo flieh ich hin? Zu dir allein
und sprech: Du sollst mein Helfer sein.
Steht doch in deinen Händen
mein Leib und Leb'n,
du hast mir's geb'n,
ohn dich werd ich's nicht enden.

15  Errett mich von der Feinde List,
damit mein Seel umbgeben ist.
Erheb dein Antlitz klare.
Dein'n Knecht behüt
durch deine Güt'.
Kein Leid mir widerfahre.

16  Lass nicht zuschanden werden mich,
weil ich so herzlich bitte dich.
Zuschand der Gottlos werde.
der Höllen Schlund
reiß ihn zur Stund
hinweg von dieser Erden.

17  Verstummen muss ihr Lästermund,
der mit viel Lügen ohne Grund
den Frommen hart beschweret.
Sein stolzer Mut
tut nimmer gut.
Die Höll muss ihn erwehren.

18  Groß ist, Herr, deine Gut fürwahr,
doch nicht allzeit gleich offenbar,
in Trübsal viel verborgen,
wer sich nur fest
darauf verlässt,
den wirst du wohl versorgen.

19  die Gläubigen durch deinen Schutz
verborgen für der Feinde Trutz
in deiner Hütt sind blieben.
Kein Lästerung
der falschen Zung
ihr Herz nicht konnt' betrüben.

20  Gott sei gelobt und hoch gepreist.
Er hat an mir groß Gnad beweist,
tut mich gar wohl bewahren
in fester Stadt,
dass mir kein Schad
noch Leid mag widerfahren.

21  Ich dacht, als ich nicht fand bald Trost,
Gott mich von seinem Antlitz stößt,
doch wurd ich's anders inne.
Da ich sehr schrei,
eilst du herbei,
erhörst mein's Flehens Stimme.

22  Habt lieb den frommen treuen Gott,
der euch behüt in aller Not,
ihr Gläubigen auf Erden
und merkt dabei,
wie Hochmut frei
von Gott gestrafet werde.

23  Drum seid getrost und unverzagt
all die ihrs habt auf Gott gewagt.
Halt fest, und steht ohn Wanken,
zu rechter Zeit
hilft er zur Freud,
des werd't ihr ihm noch danken.

German.png German text

Original spelling:
1  In dich hab ich gehoffet, Herr,
hilff, daß ich nicht zu Schanden werd,
noch ewiglich zu Spotte,
das bitt ich dich,
erhalte mich
in deiner Treu, Herr Gotte.

2  Dein gnädig Ohr neig her zu mir/
erhör mein Bitt, thu dich herfür/
Eiy bald mich zu erretten/
in Angst und Weh/
ich lieg und steh/
Hilff mir in meinen Nöthen.

3  Mein Gott und Schirmer steh mir bey/
Sey mir ein Burg, darin ich frey
und ritterlich mög streiten
wider mein Feind,
der gar viel seynd
an mir auff beyden Seiten.

4  Du bist mein Stärck/ mein Fels/ mein Hort/
mein Schild/ mein Kraft, sagt mir dein Wort,
mein Hülff, mein Heil, mein Leben,
mein starcker GOtt
in aller Noth.
Wer mag mir widerstreben.

5  Mir hat die Welt trüglich gericht/
mit Lügen und mit falschem Gdicht/
viel Netz und heimlich Stricke/
HErr nimm mein wahr
in dieser Gfahr/
bhüt mich für falschen Tücken.

6  HErr, meinen Geist befehl ich dir/
mein Gott/ mein Gott weich nicht von mir,/
nimm mich in deine Hände.
O treuer Gott
aus aller Noth
hilff mir am letzten Ende.

7  Ich haß von Grund meins Hertzens sehr/
all die halten auff falsche Lehr.
Auff Gott steht mein Vertrauen.
Das ist mein Frewd
zu aller Zeit,
daß ich seyn Güt mög schawen.

8  Du sihst mein Elend an in Gnad/
zu dir mein Seel ihr Zuflucht hat/
Du hast in höchsten Nöthen
ins freye Feld
mein Fuß gestellt/
daß mich der Feind nicht tödte.

9  Sey mir gnedig O HErre Gott,
ich bin grosser Angst und Noth/
gantz ungestalt für Trawren.
Mein Leib verfellt,
mein Seel sich quelt,
ich kan die Läng nich tawren.

10  Mein schwere Sünd und Missethat
hat mich so gar sehr abgematt/
daß mir die Kräfft entgangen/
all mein Gebein
verschmachtet seyn/
Trübnis hat mich umbfangen.

11  Mein Leiden wird mir schwer und groß/
wenn ich ohn Trost und Hülf steh bloß/
und bin ein Schmach meinn Freunden/
Ich darff schier nicht
gehn an das Liecht/
mein Nachbarn mich anfeinden.

12  Mein ist vergessn ihrem Sinn,
als wenn ich schon wer lengst dahin,
vor viel Jahren gestorben.
Von mir man spricht:
Wanns Gfeß zerbricht
seynd die Scherben verdorben.




13  Ihr viel an Ehren schelten mich/
für mich sich scheuet männiglich/
Dennoch sie sich nicht schemen/
Sie schliessen frech/
widr Gott und Recht,/
zu nehmen mir das Leben.

14  Wo flieh ich hin? Zu dir allein/
und sprech: Du solt mein Helffer seyn.
Steht doch in deinen Händen
mein Leib und Lebn/
du hast mirs gebn/
ohn dich werd ichs nicht enden.

15  Errett mich von der Feinde List,
damit mein Seel umbgeben ist/
Erheb dein Antlitz klare/
Deinn Knecht behüt
durch deine Güt/
Kein Leid mir widerfahre.

16  Laß nicht zu Schanden werden mich/
weil ich so hertzlich bitte dich.
Zu Schand der Gottloß werde/
der Hellen Schlund
reis ihn zur Stund
hinweg von dieser Erden.

17  Verstummen muß ihr Lestermund/
der mit viel Lügen ohne Grund/
den Frommen hart beschweret/
Sein stolzer Muth
thut nimmer gut.
Die Hell muß ihn erwehren.

18  Groß ist HErr deine Gut fürwar/
doch nicht allzeit gleich offenbar/
in Trübsal viel verborgen,/
wer sich nur fest
darauff verläst,
den wirstu wohl versorgen.

19  die Gläubigen durch deinen Schutz
verborgen für der Feinde Trutz
in deiner Hütt sind blieben/
Kein Lästerung
der falschen Zung
ihr Hertz nicht kund betrüben.

20  GOtt sey gelobt und hoch gepreist/
Er hat an mir groß Gnad beweist/
thut mich gar wohl bewahren
in fester Stad/
daß mir kein Schad
noch Leid mag widerfahren.

21  Ich dacht/ als ich nicht fand bald Trost/
GOtt mich von seinem Antlitz stöst/
doch wurd ichs anders inne/
Da ich sehr schrey/
eylstu herbey/
erhörst meins Flehens Stimme.

22  Habt lieb den frommen treuen Gott/
der euch behüt in aller Noth/
ihr Gläubigen auff Erden/
und merckt darbey,
wie Hochmuth frey
von Gott gestraffet werde.

23  Drumb seyd getrost und unverzagt/
all die ihrs habt auff GOtt gewagt/
Halt fest/ und steht ohn Wancken/
zu rechter Zeit
hilfft er zur Freud/
des werd ihr ihm noch dancken.

German.png German text

Verses provided by the Blankenburg edition of the Becker Psalter with sometimes altered wording and pre-1996 spelling:
1  In dich hab ich gehoffet, Herr,
hilf, daß ich nicht zu Schanden werd,
noch ewiglich zu Spotte,
das bitt ich dich, erhalte mich
in deiner Treu, Herr Gotte.

2  Dein gnädig Ohr neig her zu mir,
erhör mein Bitt, tu dich herfür,
eil bald mich zu erretten,
in Angst und Weh ich lieg und steh,
hilf mir in meinen Nöten.

4  Du bist mein Stärk, mein Fels, mein Hort,
mein Schild, mein Kraft, sagt mir dein Wort,
mein Hülf, mein Heil, mein Leben,
mein starker Gott in aller Not,
wer mag mir widerstreben.

6  Herr, meinen Geist befehl ich dir,
mein Gott, mein Gott, weich nicht von mir,
nimm mich in deine Hände,
o treuer Gott, aus aller Not
hilf mir am letzten Ende.

10  Mein schwere Sünd und Missetat
hat mich so gar sehr abgematt,
daß mir die Kräft entgangen,
all mein Gebein verschmachtet sein,
Trübnis hat mich umfangen.

14  Wo flieh ich hin? Zu dir allein,
und sprech: Du sollst mein Helfer sein!
Steht doch in deinen Händen
mein Leib und Leb'n, du hast mir's geb'n,
ohn dich werd ichs nicht enden.

18  Groß ist, Herr, deine Gut fürwahr,
doch nicht allzeit gleich offenbar,
in Trübsal viel verborgen,
wer sich nur fest darauf verläßt,
den wirst du wohl versorgen.

20  Gott sei gelobt und hoch gepreist,
er hat an mir groß Gnad beweist,
tut mich gar wohl bewahren
in fester Stadt, daß mir kein Schad
noch Leid mag widerfahren.

23  Drum seid getrost und unverzagt
all die ihrs habt mit Gott gewagt,
halt fest, und steht ohn Wanken,
zu rechter Zeit hilft er zur Freud,
des werd't ihr ihm noch danken.

English.png English translation

I have put my trust in you, O Lord,
Grant that I will not be ashamed
Nor ever put to scorn!
This I beg of you, keep me
In your faithfulness, my God!

Translation by James Gibb

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