Difference between revisions of "Von Gnad und recht soll singen, SWV 199 (Heinrich Schütz)"

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Herr Gott, laß wohl gelingen,
 
Herr Gott, laß wohl gelingen,
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Vorsichtig ich mein Sachen führ,
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Geh redlich um mit allen,
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Nach treuen Leutn im Lande,
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Daß sie wohnen bei mir.
  
 
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in meinem Dienste stehn,  
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In meinem Dienste stehn,
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Die mit Wahrheit umgehn,
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Am Hof leid ich kein falschen Mann,
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Sie können nicht gedeihen,
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Revision as of 08:33, 7 December 2019

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Edition notes: Transcribed from the Blankenburg edition on IMSLP. MusicXML source file is in compressed .mxl format.

General Information

Title: Von Gnad und recht soll singen, SWV 199
Composer: Heinrich Schütz
Lyricist: Cornelius Becker

Number of voices: 4vv   Voicing: SATB
Genre: SacredChorale

Language: German
Instruments: A cappella

First published: 1628 in Psalmen Davids, Op. 5. Revised by Schütz in 1661, no. 101
  2nd published: 1894 in Heinrich Schütz: Sämtliche Werke, Volume 16, no. 101
  3rd published: 1957 in Neue Schütz-Ausgabe, Volume 6, p. 101
Description: Psalm 101 from the Becker Psalter.

External websites:

Original text and translations

Original text and translations may be found at Psalm 101.

German.png German text

Modernized spelling:
1  Von Gnad und Recht soll singen,
Mein Mund ein schönes Lied,
Herr Gott, laß wohl gelingen,
Dein Lob verschweig ich nit,
Vorsichtig ich mein Sachen führ,
Geh redlich um mit allen,
Die zugehören mir.

2  In meinem Haus ich wandel
Treulich und ohn Gefähr,
Nehm mir für keinen Handel,
Der Gott zuwider wär,
Der Übertreter Feind bin ich,
Laß den nicht bei mir bleiben,
Der Gottes Wort vernicht.

3  Den Bösen ich nicht leide,
Er muß weichen von mir,
Verkehrtes Herz ich meide,
Das abweicht, Herr, von dir,
Wer sein'n Nächsten mit falschem Mund
Und giftger Zung verleumdet,
Den vertilg ich zur Stund.


 

4  Die sich so stolz gebärden
Und tragen hohen Mut,
Der'r Freund kann ich nicht werden,
Sie han's bei mir nicht gut,
Mein Augen sehen mit Begier
Nach treuen Leutn im Lande,
Daß sie wohnen bei mir.

5  Die mir solln an der Seite
In meinem Dienste stehn,
Müssen sein fromme Leute,
Die mit Wahrheit umgehn,
Am Hof leid ich kein falschen Mann,
Sie können nicht gedeihen,
Die mit Lügen bestahn.

6  Die, so das Recht verkehren,
Bei mir nicht werden alt,
Götzendienst, falsche Lehre
Vertilg ich alsobald,
Damit ins Herren Stadt und Land
Gottlose Übeltäter
Nicht kriegen Oberhand.

German.png German text

Original spelling:
1  Von Gnad und Recht ſoll ſingen/
Mein Mund ein ſchönes Lied :/:
HErr Gott laß wol gelingen/
Dein Lob verſchweig ich nit/
Fürſichtig ich mein Sachen führ/
Geh redlich umb mit allen/
Die zugehören mir.

2  In meinem Hauß ich wandel
Trewlich und ohn Gefehr :/:
Nehm mir für keinen Handel/
Der Gott zuwider wer/
Der Ubertretter Feind bin ich/
Laß den nicht bey mir bleiben/
Der Gottes Wort vernicht.

3  Den Böſen ich nicht leide/
Er mus weichen von mir :/:
Verkehrtes Hertz ich meide/
Das abweicht/ HERR/ von dir/
Wer ſeinn Nechſten mit falſchem Mund
Und gifftger Zung verleumbdet/
Den vertilg ich zur Stund.


 

4  Die ſich ſo ſtoltz geberden
Und tragen hohen Muth :/:
Derr Freund kan ich nicht werden/
Sie habns bey mir nicht gut/
Mein Augen ſehen mit Begir
Nach trewen Leutn im Lande/
Daß ſie wohnen bey mir.

5  Die mir ſolln an der Seite
In meinem Dienſte ſtehn :/:
Müſſen ſeyn fromme Leute/
Die mit Wahrheit umbgehn/
Am Hoff leid ich kein falſchen Mann/
Sie können nicht gedeyhen/
Die mit Lügen beſtahn.

6  Die/ ſo das Recht verkehren/
Bey mir nicht werden alt :/:
Götzendienſt/ falſche Lehre
Vertilg ich alſobald/
Damit ins HErren Stadt und Land
Gottloſe Ubeltäter
Nicht kriegen Oberhand.